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Herr Angerbauer-Goldhoff, warum haben Sie für die Goldene Empore
die Seiten eines Telefonbuchs verwendet? Die Antwort auf diese Frage vermisse ich auf Ihrer ansprechenden Seite. LG Claudia A.
 
  Vielen Dank für Ihr Interesse Frau Claudia A. ! (Voller Name bekannt)  
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Warum? Telefonbuch?  
     
  Durch die Inspiration die Arbeit am Goldbegriff weiter hinaus in den öffentlichen Raum zu tragen - direkter zu den Menschen zu bringen - ergab sich die logische Konsequenz einen Bildinhalt zu finden, der möglichst alle Menschen gleichberechtigt verbindet.  
  Die Seiten eines Telefonbuchs erschienen mir dazu geeignet Menschen, gleichberechtigt von A-Z, in einem Kunstwerk zu vereinen. Nur zwei polare soziale Gruppen sind davon ausgenommen: Diejenigen, die dafür zahlen nicht im Telefonbuch zu erscheinen und diejenigen die sich keinen Telefonanschluss leisten können.  
  Das ATB als Symbol der Vernetzung wie auch Gleichberechtigung und Kommunikation.  
     
  Aus der Magisterarbeit von Mag. Manuela Schmid:  
  (...) "Angerbauer verließ tief betroffen die Vernissage und der Gedanke durchfuhr ihn, daß er einen Bildinhalt schaffen müßte, der die Menschen gleichberechtigt symbolisch verbinden müßte. Mit welchen Mitteln der Kunst läßt sich eine solche Gleichberechtigung herstellen? Angerbauer entschied sich, das oberösterreichische "Telefonbuch als Symbol für alphabetische Gleichberechtigung, Kommunikation und digitale Vernetzung zu benutzen (Abb. 32). Es steht als prozeßbildender Treibstoff für Kunst und deren Evolution im sozialen Feld." (83) Die Idee der T.A.KultAnschluß war geboren." (...)  

Siehe: www.social.gold/D/texte/schmid-manuela.html
 
     
  Sofort begann ich mit der Konzept Erstellung.  
  Spontan erschien mir der Titel "Kult Anschluss" schlüssig. Eine Kunstaktion am Steyrer Stadtplatz, von 7. bis 21 September 1995. Ich erwarb 717m2 Dreischicht Holzplatten...
Schwarz eingefärbt und Weiss bedruckt sollten die zwei Gehsteige damit bedient werden.
 
     
  Das Konzept wurde umgehend erstellt. Zur behördlichen Genehmigung der Stadt Steyr bereits am 27. April 1994 eingereicht (22.-27.4. !).
Von der Stadt Steyr und der Bundespolizeidirektion Steyr am 15. Juni genehmigt, doch... es kam alles anders... ab 22. Juni 1994...
 
  Erstes Konzept (1994) auch als .pdf  
     
  Schlussabsatz im Konzept:  
  (...) "Kunst entsteht zwischen Sehen und Fühlen, zwischen Trägerebene und Belichtungsebene. Es ist dies der Punkt der Weltseele, wo Geist und Körper - Kopf und Bauch - aufeinanderprallen, wo emotioneller Wärmepol und intellektueller Kältepol verschmelzend das Urchaos der Gedanken und Gefühle im Inneren des materiellen Menschen zum umstülpen bringen und die immateriellen Ideen der leidenden Kunst ausgespien werden."  
     
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  Materialien und Links:   in Arbeit  
  1. Konzept der "Aktion KULT-Anschluss"  
     

 

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